11 July 2025
Legambiente: „Im Gardaseegebiet besteht dringender Bedarf an einer nachhaltigen Entwicklung der Seeufergebiete durch gezielte Maßnahmen in drei Schlüsselbereichen: Mobilität, Regulierung und Diversifizierung des Tourismusangebots sowie die aktive Einbindung der Einwohner durch Instrumente für Diskussion und Beteiligung.“
„Die Touristenüberfüllung in den Seegemeinden des Gardaseegebiets beeinträchtigt die Lebensqualität, erschwert den Zugang zu Dienstleistungen, verändert das lokale Wirtschaftsgleichgewicht und gefährdet vor allem die Umweltqualität.“
Der Aufruf wurde von Legambiente gestartet, die im Rahmen der zweiten Etappe der nationalen Kampagne „Goletta dei Laghi“ in Venetien ein Treffen zum Thema übermäßiger Touristenströme in den Seestädten des Gardasees organisierte.
Touristendruck
Angesichts der enormen Touristenzahlen, die in den vier Sommermonaten über 18 Millionen bei einer Gesamtbevölkerung von 190.000 Einwohnern erreichen, hat Legambiente zehn Vorschläge zur Bekämpfung des Phänomens des Overtourism vorgelegt. Diese richten sich an lokale Verwaltungen, Bürger, Unternehmen und Betreiber im Tourismus- und Gastgewerbe.
Ziel ist die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung der Seeufergebiete durch gezielte Maßnahmen in drei Schlüsselbereichen: Mobilität, Regulierung und Diversifizierung des Tourismusangebots sowie die aktive Einbindung der Anwohner durch Diskussions- und Beteiligungsinstrumente.
Die vom Umweltverband überarbeiteten ISTAT-Daten unterstreichen die Dringlichkeit des Problems: Zwischen 2014 und 2024 stiegen die Touristenzahlen in den 23 Gemeinden am Gardasee in der Lombardei, Venetien und Trentino-Südtirol insgesamt um 27 %, wobei das venezianische Ufer den größten Zuwachs (+32 %) verzeichnete, gefolgt von der Lombardei (+23 %) und dem Trentino (+19 %).
Zu viele Touristen auf engem Raum und in nur wenigen Monaten: Die Folgen
Die zunehmenden Auswirkungen des Tourismus auf die Seeufergebiete, insbesondere im Gardaseegebiet, erfordern eine gründliche Überarbeitung des bisherigen Entwicklungsmodells.
„Zu viele Touristen auf zu engem Raum bedeuten eine geringere Lebensqualität für die dort lebenden Menschen, ausgelastete Dienstleistungen, wachsende wirtschaftliche Ungleichgewichte und eine zunehmend fragile Umwelt“, erklärten Luigi Lazzaro, Barbara Meggetto und Andrea Pugliese, Präsidenten von Legambiente Venetien, Lombardei und Trient, auf dem Treffen. „Um dieser Herausforderung konstruktiv zu begegnen, schlägt Legambiente ein Maßnahmenpaket vor, das in zehn vorrangige Maßnahmen gegliedert ist und sich an Verwaltungen, Branchenbetreiber, Einwohner und Touristen richtet.
Ziel ist die Entwicklung eines ausgewogeneren, verantwortungsvolleren und nachhaltigeren Tourismusmodells, das das Gebiet schützt und den lokalen Gemeinden dauerhafte Vorteile bietet. Dies geschieht durch:
1. Entwicklung einer integrierten und intermodalen Mobilität zur Entlastung des Verkehrs und zur Reduzierung der Autonutzung;
2. Einführung von Regelungen für Kurzzeitmieten und Anreize zur Förderung der Wohnraummiete an Anwohner;
3. Festlegung der touristischen Kapazität für jeden Standort mit dem Ziel, den Zugang in kritischen Zeiten zu beschränken und das ökologische und soziale Gleichgewicht zu wahren;
4. Ausrichtung der Kurtaxe auf die Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen und der lokalen Infrastruktur;
5. Einführung von Zertifizierungssystemen für Reiseziele und Veranstalter, um ein verantwortungsvolles Management der Besucherströme zu fördern und die Umweltbelastung sowie den Ressourcenverbrauch zu reduzieren;
6. Einrichtung permanenter und partizipativer, öffentlich zugänglicher Zuhörergruppen zur Erfassung von Anfragen und zur Überwachung der Auswirkungen von Touristenüberfüllungen;
7. Diversifizierung des Tourismusangebots, um die Zielgruppe zu erweitern und die Konzentration in der Hochsaison zu reduzieren;
8. Neugestaltung der Werbemaßnahmen: Reduzierung der Kommunikation über bereits überbelichtete Orte und Förderung der Werbung in der Nebensaison oder bei gezielten Veranstaltungen, um ein ausgewählteres Publikum anzusprechen;
9. Verhinderung organisierter Massenwanderungen, die zu Überfüllung, Problemen mit der Abfallentsorgung und -versorgung sowie nur begrenzten positiven wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Region führen;
10. Veröffentlichung eines Gästehandbuchs mit klaren Anweisungen zu verantwortungsvollem Verhalten und den Regeln, die an den Veranstaltungsorten zu beachten sind.
Legambiente: „Im Gardaseegebiet besteht dringender Bedarf an einer nachhaltigen Entwicklung der Seeufergebiete durch gezielte Maßnahmen in drei Schlüsselbereichen: Mobilität, Regulierung und Diversifizierung des Tourismusangebots sowie die aktive Einbindung der Einwohner durch Instrumente für Diskussion und Beteiligung.“
„Die Touristenüberfüllung in den Seegemeinden des Gardaseegebiets beeinträchtigt die Lebensqualität, erschwert den Zugang zu Dienstleistungen, verändert das lokale Wirtschaftsgleichgewicht und gefährdet vor allem die Umweltqualität.“
Der Aufruf wurde von Legambiente gestartet, die im Rahmen der zweiten Etappe der nationalen Kampagne „Goletta dei Laghi“ in Venetien ein Treffen zum Thema übermäßiger Touristenströme in den Seestädten des Gardasees organisierte.
Touristendruck
Angesichts der enormen Touristenzahlen, die in den vier Sommermonaten über 18 Millionen bei einer Gesamtbevölkerung von 190.000 Einwohnern erreichen, hat Legambiente zehn Vorschläge zur Bekämpfung des Phänomens des Overtourism vorgelegt. Diese richten sich an lokale Verwaltungen, Bürger, Unternehmen und Betreiber im Tourismus- und Gastgewerbe.
Ziel ist die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung der Seeufergebiete durch gezielte Maßnahmen in drei Schlüsselbereichen: Mobilität, Regulierung und Diversifizierung des Tourismusangebots sowie die aktive Einbindung der Anwohner durch Diskussions- und Beteiligungsinstrumente.
Die vom Umweltverband überarbeiteten ISTAT-Daten unterstreichen die Dringlichkeit des Problems: Zwischen 2014 und 2024 stiegen die Touristenzahlen in den 23 Gemeinden am Gardasee in der Lombardei, Venetien und Trentino-Südtirol insgesamt um 27 %, wobei das venezianische Ufer den größten Zuwachs (+32 %) verzeichnete, gefolgt von der Lombardei (+23 %) und dem Trentino (+19 %).
Zu viele Touristen auf engem Raum und in nur wenigen Monaten: Die Folgen
Die zunehmenden Auswirkungen des Tourismus auf die Seeufergebiete, insbesondere im Gardaseegebiet, erfordern eine gründliche Überarbeitung des bisherigen Entwicklungsmodells.
„Zu viele Touristen auf zu engem Raum bedeuten eine geringere Lebensqualität für die dort lebenden Menschen, ausgelastete Dienstleistungen, wachsende wirtschaftliche Ungleichgewichte und eine zunehmend fragile Umwelt“, erklärten Luigi Lazzaro, Barbara Meggetto und Andrea Pugliese, Präsidenten von Legambiente Venetien, Lombardei und Trient, auf dem Treffen. „Um dieser Herausforderung konstruktiv zu begegnen, schlägt Legambiente ein Maßnahmenpaket vor, das in zehn vorrangige Maßnahmen gegliedert ist und sich an Verwaltungen, Branchenbetreiber, Einwohner und Touristen richtet.
Ziel ist die Entwicklung eines ausgewogeneren, verantwortungsvolleren und nachhaltigeren Tourismusmodells, das das Gebiet schützt und den lokalen Gemeinden dauerhafte Vorteile bietet. Dies geschieht durch:
1. Entwicklung einer integrierten und intermodalen Mobilität zur Entlastung des Verkehrs und zur Reduzierung der Autonutzung;
2. Einführung von Regelungen für Kurzzeitmieten und Anreize zur Förderung der Wohnraummiete an Anwohner;
3. Festlegung der touristischen Kapazität für jeden Standort mit dem Ziel, den Zugang in kritischen Zeiten zu beschränken und das ökologische und soziale Gleichgewicht zu wahren;
4. Ausrichtung der Kurtaxe auf die Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen und der lokalen Infrastruktur;
5. Einführung von Zertifizierungssystemen für Reiseziele und Veranstalter, um ein verantwortungsvolles Management der Besucherströme zu fördern und die Umweltbelastung sowie den Ressourcenverbrauch zu reduzieren;
6. Einrichtung permanenter und partizipativer, öffentlich zugänglicher Zuhörergruppen zur Erfassung von Anfragen und zur Überwachung der Auswirkungen von Touristenüberfüllungen;
7. Diversifizierung des Tourismusangebots, um die Zielgruppe zu erweitern und die Konzentration in der Hochsaison zu reduzieren;
8. Neugestaltung der Werbemaßnahmen: Reduzierung der Kommunikation über bereits überbelichtete Orte und Förderung der Werbung in der Nebensaison oder bei gezielten Veranstaltungen, um ein ausgewählteres Publikum anzusprechen;
9. Verhinderung organisierter Massenwanderungen, die zu Überfüllung, Problemen mit der Abfallentsorgung und -versorgung sowie nur begrenzten positiven wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Region führen;
10. Veröffentlichung eines Gästehandbuchs mit klaren Anweisungen zu verantwortungsvollem Verhalten und den Regeln, die an den Veranstaltungsorten zu beachten sind.
Artikel entnommen aus: http://gardapost.it/2025/07/07/legambiente-il-decalogo-contro-lovertourism/