Energie-Alarm „Untragbare Rechnungen für Hotels und Geschäfte“

18 March 2026

 

Die stark steigenden Preise für Gas und Strom gefährden die Nachhaltigkeit von Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben. Innerhalb weniger Stunden schlugen sowohl Confcommercio Verona als auch CNA Veneto Ovest (Verona und Vicenza) Alarm.

„Die von Confcommercio ausgewerteten Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Energiekosten für Dienstleistungsunternehmen erreichen wieder nahezu untragbare Niveaus“, warnt der Generaldirektor der Veroneser Organisation, Nicola Dal Dosso. Hotels riskieren monatliche Mehrkosten von fast 2.000 Euro für Strom und Gas; Supermärkte tragen Kosten, die sich auf die gesamte Lieferkette auswirken. „Hinzu kommen Bars, Restaurants und Geschäfte – kleinere Betriebe, die noch stärker betroffen sind, wo schon wenige hundert Euro mehr das wirtschaftliche Gleichgewicht ernsthaft gefährden können“, fährt er fort. Die Stromkosten sind seit jeher ein großes Problem für Italien, das stärker betroffen ist als seine europäischen Wettbewerber.

Empfehlung: Mechanismen zur Bündelung der Nachfrage fördern, damit auch kleinere Betriebe Zugang zu langfristigen Verträgen erhalten.

Preisanstiege: Im Steinsektor kann Energie 30–35 % der Gesamtkosten ausmachen, während sie bei Wäschereien bis zu 40 % erreichen kann.

Der Konflikt im Nahen Osten droht die Lage weiter zu verschärfen. Neben der Analyse der Probleme versucht der Verband, Lösungen und Unterstützung für die Mitgliedsunternehmen anzubieten. „Wir haben eine Energie-Anlaufstelle eingerichtet, um die Preisentwicklung ständig zu überwachen und Vereinbarungen zu den besten Marktbedingungen zu sichern“, erklärt Dal Dosso. „Es ist jedoch entscheidend, dass auch auf institutioneller Ebene schnelle Maßnahmen ergriffen werden, beginnend mit der Senkung der Systemabgaben.“

Die Abschwächung der Auswirkungen der Preissteigerungen ist entscheidend für das Überleben von Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen. „Die im Energiepreisdekret vorgesehenen Instrumente müssen umgesetzt, Mechanismen zur Nachfragebündelung gefördert und Verfahren für Investitionen in Energieeffizienz vereinfacht werden“, fügt er hinzu.

Seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten sind auch die Preise anderer Rohstoffe gestiegen. Metalle wie Kupfer, Eisen, Aluminium sowie Kraftstoffe und Stahl haben laut CNA-Monitoring zugelegt. Diese Entwicklung geht mit Versorgungsengpässen, steigenden Transportkosten und höheren Versicherungsprämien einher – eine Kombination, die die stark industriell und handwerklich geprägte Provinz Verona erheblich belastet.

Beispielsweise ist Kupfer um fast 40 % gestiegen, angetrieben durch die Nachfrage aus der Automobil- und Rechenzentrumsbranche. Eisen und Aluminiumprofile sind um etwa 20 % teurer geworden. Im Bauwesen bereiten die Anstiege bei Bitumen (+18 %) und Beton (+10 %) Sorgen, während die Maschinenbaubranche unter Preissteigerungen bei bestimmten Kunststoffen (bis zu +30 %) leidet. Holz verteuerte sich um 10–15 %. Nur Leder zeigt eine leichte Entspannung, während im Textilsektor in etwas mehr als zwei Wochen Mehrkosten von rund 46 Millionen Euro für Unternehmen in Verona entstanden sind.

Die Auswirkungen sind auch in der Lebensmittelindustrie spürbar, insbesondere bei Backwaren, mit Preissteigerungen von etwa 14 %.

Im Steinsektor kann Energie 30–35 % der Gesamtkosten ausmachen, während sie bei Wäschereien bis zu 40 % erreichen kann. Laut Diego Stimolo, Präsident von CNA Veneto Ovest, ist es notwendig, diese Preissteigerungen sofort mit Maßnahmen zu bekämpfen, die den Unternehmen helfen, die Energiepreise zu bewältigen und Stabilität in der Produktionskette zu gewährleisten.

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