14 October 2023
Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Das gilt auch für die Entwicklung des Tourismus, der, wenn er nicht reguliert wird, die Kehrseite der Medaille zeigt: den so genannten "Übertourismus" oder die Überfüllung mit Touristen. Ein Phänomen, das auch den Gardasee betrifft, wie der erste Bericht über den Übertourismus in Venetien bestätigt, der gestern, am 13. Oktober, in Rimini von Federalberghi Veneto und der Beratungsfirma Sociometrica vorgestellt wurde.
Die Rangliste des Intensitätsindex
Von den 563 Gemeinden der Region Venetien haben 369 eine touristische Bedeutung. Die Rangliste der Gemeinden mit dem höchsten Intensitätsindex, d. h. mit dem höchsten Verhältnis von Touristenpräsenz (Anzahl der Übernachtungen) zu Wohnbevölkerung, wird von den Gardaseeorten dominiert: an erster Stelle steht Lazise (Jahresdurchschnitt 1,5 Touristen pro Einwohner), gefolgt von drei Badeorten.
Auf den weiteren Plätzen folgen Bardolino (Platz 5), Malcesine (6), Garda (9), Peschiera (10), Brenzone (12), Torri (16) und San Zeno di Montagna (18).
Exposition gegenüber dem Tourismus
Kombiniert man die beiden Indikatoren (Verhältnis Touristen/Einwohner und Touristen/Gemeindegebiet), erhält man die "Tourism Exposure", die Exposition eines Ortes gegenüber dem Tourismus: An erster Stelle steht immer Lazise, gefolgt von drei Badeorten, aber auch Malcesine, Bardolino, Garda, Peschiera, Brenzone, Torri und San Zeno sind in der Rangfolge vertreten.
Unterschätzte Daten
"Wir haben damit gerechnet", sagt Ivan De Beni, Präsident von Federalberghi Garda Veneto, "wir weisen schon seit Jahren darauf hin, dass sich der 'Container' auf ungeordnete und unhaltbare Weise zu füllen droht. Dies gilt umso mehr, wenn man bedenkt, dass die Analyse auf der Grundlage offizieller Zahlen durchgeführt wurde und dass viele Anwesenheiten im Zusammenhang mit Kurzzeitvermietungen untergetaucht bleiben, was dazu führt, dass die Daten unterschätzt werden.
"Wir sind sehr besorgt, wenn wir sehen, dass die Gemeinden einen neuen Flächenverbrauch genehmigen: Wie weit wollen wir gehen? Wenn die Anwohner gestresst sind, ist der Ort nicht mehr einladend, und der Tourist selbst möchte seinen Urlaub nicht an einem chaotischen Ort verbringen".
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