Netzwerke und gemeinsame Visionen: ein zentrales Thema auch beim Garda Forum

19 May 2026

 

Am Donnerstag, den 14. Mai, fand in Peschiera del Garda im Parc Hotel Paradiso & Golf Resort das Garda Forum statt, organisiert von den Rotary Clubs Peschiera e del Garda Veronese, Riva del Garda, Salò und Desenzano del Garda. Die Veranstaltung stand unter dem Thema: „Welche Zukunft für den Gardasee? Eine Reise durch Wasserqualität, Umwelt und Renaturierung.“
 

Einen umfassenden Blick auf die Veranstaltung vermittelte Giuseppe Spatola, Journalist der Zeitung Bresciaoggi:
„Es braucht einen Paradigmenwechsel in der Art und Weise, wie wir ökologische Fragen angehen. Nachhaltigkeit darf nicht als eine Reihe von Einschränkungen oder Opfern verstanden werden, sondern als Chance für Entwicklung und Transformation des Territoriums. Die Aufgabe der Medien besteht darin, Bürgern und Touristen zu vermitteln, dass Umweltschutz kein Hindernis für Entwicklung ist, sondern vielmehr die notwendige Voraussetzung, um Lebensqualität, Attraktivität und Zukunft des Gardasees zu sichern“, sagte er über die Rolle der Information beim Aufbau einer neuen Umweltkultur.
 

Bedeutend waren auch die Beiträge von Filippo Gavazzoni, stellvertretender Bürgermeister von Peschiera del Garda und Vizepräsident der Comunità del Garda, der während der Veranstaltung die administrative Komplexität des Gebiets hervorhob:
„Der Gardasee ist aus ökologischer und touristischer Sicht ein einzigartiges Gebiet, institutionell jedoch stark fragmentiert. Gerade deshalb braucht es eine Governance, die verschiedene Gebiete, Provinzen und Regionen auf gemeinsame Ziele ausrichtet. Austauschmöglichkeiten wie diese sind grundlegend, um eine gemeinsame Vision zu entwickeln und dem Gardasee bei großen Umwelt- und Infrastrukturfragen eine einheitliche Stimme zu geben.“
 

Ebenso wichtig waren die Aussagen von Luca Fambri vom Fachbereich für Industrieingenieurwesen der Universität Trient, der daran erinnerte:
„[…] Der Schutz des Gardasees hängt vor allem von wissenschaftlicher Erkenntnis und der Fähigkeit ab, das Bewusstsein von Bürgern, Akteuren und Institutionen zu stärken.“

Nicht zuletzt betonte Stefania Lorenzoni, Präsidentin des Konsortiums Garda Unico, die Notwendigkeit einer gemeinsamen Vision für das Gebiet:
„Der Gardasee muss als ein einziges großes territoriales System gefördert und geschützt werden. Nur wenn wir administrative Grenzen überwinden, können wir seine Identität wirklich stärken und Umweltprobleme wirksam angehen. Den Schutz der Landschaft, der Wasserqualität und des ökologischen Gleichgewichts zu gewährleisten bedeutet, die wirtschaftliche und soziale Zukunft unserer Gemeinschaften zu bewahren.“


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