Radweg am Gardasee. Beschwerde von Floridia: „Stoppt die Arbeiten“

30 September 2025

 

Malcesine. Aurora Floridia, Senatorin aus Malcesine für die Partei Die Grünen – Südtirol/Alto Adige, Gruppe für die Autonomie, greift erneut den Radweg am Gardasee an und reicht zusammen mit ihrem Kollegen Luigi Spagnolli eine neue Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Verona ein. Floridia fordert die sofortige Einstellung der Arbeiten im Gebiet von Baitone-Navene in Malcesine, in der Nähe der Tunnel, und fragt auch, ob es mögliche Straftaten aus umweltrechtlicher Sicht gibt.
„Trotz wiederholter Meldungen wichtiger Umweltverbände werden die Bauarbeiten fortgesetzt, die einen Küstenabschnitt von außerordentlichem ökologischem und landschaftlichem Wert schwer und irreversibel beeinträchtigen“, erklärt die Abgeordnete.
„Wir sprechen über das Fällen von Bäumen, den Bau einer Betonmauer hinter der Schlacht und die Umwandlung einer natürlichen Ecke in ein künstliches Bauwerk, das mit dem Kontext unvereinbar ist. Das Projekt, das eigentlich die langsame Mobilität und den nachhaltigen Tourismus fördern sollte, erweist sich als das Gegenteil: eine invasive Maßnahme, die die Sicherheit von Radfahrern und Touristen gefährdet und nicht mit den Grundsätzen des Landschaftsschutzes vereinbar ist, die in der Verfassung und in den europäischen Richtlinien verankert sind“, betont Floridia. Bereits im Oktober 2024 hatte sie in Bezug auf den Radweg eine Anzeige wegen Umweltzerstörung und Sicherheitsrisiken in Malcesine eingereicht und auch damals die Einstellung der Bauarbeiten gefordert. In der Ortschaft Baitone-Navene läuft derzeit eine 7,4 Millionen Euro teure Baustelle, die Veneto Strade übertragen wurde.
„Der im Bau befindliche Abschnitt“, so die Senatorin aus dem Gardaseegebiet weiter, „läuft Gefahr, eine Sackgasse zu bleiben, da keine Vereinbarung mit der Autonomen Provinz Trient vorliegt. Dies würde bedeuten, dass Radfahrer und Touristen in die Tunnel der östlichen Gardesana geleitet würden, die gefährlich und für den Radverkehr ungeeignet sind.
„Unsere Beschwerde“, so Floridia weiter, „verweist auch auf mögliche strafrechtliche Aspekte: von Umweltverschmutzung über Umweltkatastrophen bis hin zur Verunstaltung von Naturschönheiten in einem Gebiet, das bereits als landschaftlich besonders wertvoll eingestuft ist. Wir fordern nicht nur die sofortige Einstellung der Arbeiten, sondern auch eine Überarbeitung des Projekts, um weniger einschneidende Alternativlösungen zu finden, wie sie bereits in der Lombardei mit dem hybriden Seetransport erprobt wurden“, schließt die Senatorin. „Es ist von grundlegender Bedeutung, dass die lokalen Gemeinschaften und Verbände auf transparente Weise und unter ihrer Beteiligung einbezogen werden. Die Zukunft des Gardasees darf nicht mit Beton entschieden werden.“

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