Sicherheit am Gardasee: Schlagabtausch im Senat – Floridia greift an, Salvini antwortet

28 July 2026

 

Sicherheit am Gardasee: Schlagabtausch im Senat – Floridia greift an, Salvini antwortet mit Zahlen

 

Von illegalen Autotreffen bis zur Finanzierung nachhaltiger Mobilität – hitzige Debatte zwischen der Senatorin und dem Minister während der Fragestunde.
 

Die Debatte über Sicherheit und Mobilität am Gardasee hat den italienischen Senat erreicht und sich zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen der Veroneser Senatorin Aurora Floridia und Infrastrukturminister Matteo Salvini entwickelt. Im Mittelpunkt standen die Vorfälle im Juli, als die Gardasee-Region Schauplatz illegaler Autotreffen wurde, an denen Hunderte getunter Fahrzeuge und Tausende von Menschen beteiligt waren und die unter Anwohnern und Touristen Angst und Unsicherheit auslösten.
 

Floridia erinnerte an die schwerwiegendsten Vorfälle, darunter das Rammen eines Polizeifahrzeugs in Caprino Veronese, bei dem zwei Carabinieri verletzt wurden, sowie einen schweren Hochgeschwindigkeitsunfall in Peschiera del Garda. Nach Ansicht der Senatorin sind diese Ereignisse lediglich die Spitze des Eisbergs einer inzwischen untragbaren Situation. Sie bezeichnete die Sicherheit entlang der Gardesana-Straße als eine „konkrete Bedrohung“ und als „absolute Priorität“, die die Regierung dringend angehen müsse.
 

In ihrer parlamentarischen Anfrage betonte Floridia, dass die Gardesana eine strategisch wichtige Verkehrsader sei, jedoch aufgrund ihrer geografischen Beschaffenheit und der Anfälligkeit für Erdrutsche äußerst verwundbar bleibe. Diese Probleme würden durch ein weiterhin unzureichendes Angebot im öffentlichen Nahverkehr zusätzlich verschärft. Daher fragte sie den Minister, welche Maßnahmen und finanziellen Mittel die Regierung für eine langfristige Strategie bereitstellen wolle, die Verkehrssicherheit, nachhaltige Mobilität und den Ausbau der Schifffahrt auf dem Gardasee miteinander verbindet.
 

Minister Salvini entgegnete, dass das Thema kontinuierlich überwacht werde und das Innenministerium die Kontrollen im Zusammenhang mit den illegalen Autotreffen bereits deutlich verschärft habe. Für die Provinz Verona nannte er konkrete Zahlen: 561 Fahrzeuge wurden kontrolliert, 87 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung festgestellt, zwei Führerscheine eingezogen und sechs Fahrzeuge beschlagnahmt.
 

Im Bereich der Infrastruktur verwies Salvini auf Investitionen auf der Veroneser Seite des Gardasees, die von Veneto Strade verwaltet werden. Bereits 2 Millionen Euro seien für Instandhaltungsmaßnahmen ausgegeben worden; weitere 650.000 Euro seien für neue Steinschlagschutzbarrieren zwischen Bardolino und Garda vorgesehen. Darüber hinaus kündigte er einen außerordentlichen Industrieplan in Höhe von 110 Millionen Euro für die Schifffahrt auf dem Gardasee an. Ziel sei es, den Wasserverkehr zu einer echten Alternative zum Straßenverkehr auszubauen. Zudem würden Machbarkeitsstudien für eine künftige Hochgeschwindigkeitsbahnverbindung zum Gardaseebecken durchgeführt.
 

Floridia erklärte, sie sei von der Antwort des Ministers „zutiefst enttäuscht“ und warf ihm vor, „geschönte Zahlen“ vorzulegen, da diese lediglich auf Machbarkeitsstudien und nicht auf bereits bereitgestellten finanziellen Mitteln für die Verkehrssicherheit beruhten. In scharfem Ton erklärte sie, dass „die Gemeinden um Tote trauern“, weil jahrzehntelang zu wenig investiert worden sei, und übte deutliche Kritik am Vorgehen der Regionen Lombardei und Venetien. Abschließend betonte sie, die Bürger bräuchten keine „leeren Worte“ oder Versprechen ohne konkrete Folgen, und forderte den Minister auf, sein Amt jemandem zu überlassen, der „kompetenter“ sei.





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Fonte:
Sicurezza sul Garda, scontro in Senato Floridia Salvini
https://www.veronasera.it/politica/sicurezza-garda-scontro-senato.html
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