13 May 2025
Ein See für alle, der durch konkrete und gemeinsame Entscheidungen geschützt werden muss. Dies ist die Botschaft des Garda Green Talk 2025, der ersten Ausgabe des vom Garda Green Club organisierten Treffens, das am Mittwoch, dem 7. Mai, in der stimmungsvollen Umgebung des Natiia Resort in Lazise stattfand.
Ein Moment der Konfrontation zwischen Tourismusunternehmen, lokalen Verwaltungen, Zertifizierungsstellen, Universitäten und Umweltverbänden, um die Zukunft des Gardasees und seiner Wirtschaft zu diskutieren. Die Herausforderung ist klar: ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Nachhaltigkeit.
„Das Ziel dieser Veranstaltung ist es, die verschiedenen Akteure, die den Gardasee tagtäglich erleben, zusammenzubringen“, erklärt Davide Fumaneri, Direktor des Garda Green Club, “wir wollen gemeinsame Ziele für eine größere ökologische, soziale und kulturelle Nachhaltigkeit entwickeln. Planung und Dialog sind das zentrale Element, auf dem dieser Wandel aufbauen kann“.
Die Konferenz gliederte sich in zwei Teile: Der erste Teil war den Unternehmen und den Nachhaltigkeitssiegeln gewidmet, der zweite Teil konzentrierte sich auf die positiven Erfahrungen der lokalen Verwaltungen und Verbände in diesem Gebiet.
Eine der mit Spannung erwarteten Reden war die von Sebastiano Venneri, Leiter des Bereichs Tourismus und Territorium bei Legambiente Nazionale, der die Notwendigkeit einer gemeinsamen Governance betonte: „Es ist klar, dass wir uns auf eine Situation des Übertourismus zubewegen, mit einer Überfüllung in bestimmten Zeiten und Orten. Es gibt kein Patentrezept, aber wir brauchen einen „territorialen Pakt“ zwischen Verwaltungen, Unternehmern und Verbänden. Nur so kann man sich auf eine nachhaltige Entwicklungsstrategie für den Tourismus einigen“.
Wertvolle Unterstützung kommt aus der akademischen Welt. Die Katholische Universität Brescia will mit der gemeinsam mit der Gemeinde Garda gegründeten Tourismusbeobachtungsstelle die laufenden Veränderungen mit Daten und Analysen begleiten. „Wir wollen ein Inkubator für Ideen und Forschung sein“, erklärt Dr. Valerio Corradi, “Ziel ist es, sich mit den Realitäten des Gebiets zu vernetzen, um den Betreibern, Konsortien und Tourismusnetzwerken einen nützlichen Service zu bieten.
Auch für Beatrice Scappini von I-Plus Verona ist es wichtig, dass die Unternehmen die sich entwickelnden Rahmenbedingungen verstehen: „Es gibt europäischen Regulierungsdruck, aber auch wachsende Anforderungen seitens des Marktes, der Reiseveranstalter, des MICE-Sektors und sogar der Finanzwelt. Nachhaltigkeit ist auch zu einem Unterscheidungskriterium für den Zugang zu bestimmten Märkten geworden“.
Und genau hier kommen die Zertifizierungen ins Spiel. Luigi Mazzaglia, Präsident von Vireo Srl, einer GSTC-Zertifizierungsstelle, erklärt: „Zertifizierungen verleihen den Nachhaltigkeitserklärungen von Beherbergungsbetrieben Glaubwürdigkeit. Sie vermeiden Selbstdeklarationen und ermöglichen es, auf internationaler Ebene eine gemeinsame Sprache zu sprechen, die Seriosität und echtes Engagement garantiert“.
Einen konkreten Beweis für die Anwendung dieser Kriterien lieferte Manuela Russo, Eigentümerin des Natiia Resorts, das Gastgeber der Veranstaltung war und nach internationalen Parametern zertifiziert wurde: „Die Zertifizierung sollte nicht nur ein Stempel sein, sondern ein gemeinsamer Prozess. Wenn man die Mitarbeiter einbezieht, erhält man Ideen und Motivation. Es ist ein kollektiver Wachstumspfad“.
Am Vormittag moderierten Paola Fagioli von Legambiente Nazionale und Luigi Lazzaro von Legambiente Veneto die Veranstaltung. Auch lokale Institutionen waren anwesend: Enrico Olivieri für die Gemeinde Lazise, Matteo Gazzi für Malcesine und der Direktor von Federalberghi Garda Veneto, Mattia Boschelli.
Der Garda Green Talk 2025 hat eine klare Botschaft: Nachhaltiger Tourismus ist nicht mehr nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit. Und das geht nur über Netzwerke, Zertifizierungen, Wissen und vor allem über die Zusammenarbeit.
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